Montag, 7. Dezember 2015

Ab in den Norden

So, nun steht der lang ersehnte Urlaub in den Norden ganz kurz bevor und die letzten Vorbereitungen laufen. Heute noch werden wir unser Auto packen und morgen früh geht es dann schon los zu unserer ersten Zwischenstation, den Erongo Gebirgen. Leider hab' ich es bisher noch nicht geschafft zu packen, da es nun bereits zum zweiten Mal in meine Wäsche geregnet hat - so viel zum Thema 'trockenes Namibia' :) 


Letzte Woche gab es noch eine Preisverleihung an unserer Schule für die besten unter den Schülern, dann wurden auch unsere Schulkinder in die Sommerferien entlassen. Und auch gemeinsam mit den Lehrern feierten wir noch den Abschluss des Schuljahres.


Damit die weihnachtliche Stimmung nicht zu kurz kam, wurde unter dem Lehrerkollegium gewichtelt. Jeder zog einen Zettel mit einem Namen darauf und hatte die Aufgabe ein Geschenk im Wert von circa 10€ zu besorgen. Das gestaltete sich überhaupt nicht so einfach, denn von meinen 60 Lehrerkollegen kenne ich leider noch die Wenigstens namentlich. So musste ich mir zuerst einmal zeigen lassen, wen ich den eigentlich zu bewichteln hätte. Ich entschied mich dazu, einen typischen deutschen Geschenkkorb als Geschenk zu gestaltet, welchen ich mit deutschen Lebensmitteln wie Spätzle, Lebkuchen, Kartoffelsuppe und Kaiserschmarrn füllte.

Nachdem die Wichtelgeschenke ausgetauscht waren ging es dann weiter in 'Joe's Beerhouse', ein rustikales und ziemlich deutsch eingerichtetes 'Outdoor'- Restaurant. Dort wurde dann gemeinsam gegessen und getrunken und man kam mit dem ein oder anderen Kollegen ins Gespräch, mit dem man bisher noch nicht die Gelegenheit hatte, sich zu unterhalten. Insgesamt war es ein wirklich lustiger Abend.


Außerdem haben wir Nachwuchs in unserer WG bekommen - insgesamt 100 Eintagesküken, welche mit dem Flugzeug nach Windhoek gebracht wurden, hat unsere Gastmutter Rebecca bei sich 'aufgenommen'. Wir durften helfen die Kleinen aus ihren Kisten zu holen und sie erst einmal mit Zuckerwasser und Maiskörnchen zu füttern, damit sie nach der Reise wieder zu Kräften kamen.


Nach einem letzten, kleinen Fotoshooting habe ich mich auch wieder von meiner Rastamöhne getrennt. Fast drei Tage dauerte es, die Zöpfchen alle wieder einzeln aufzuflechten und ich muss sagen, ich bin doch ganz froh, meine Haare wieder wie gewohnt tragen zu können und nicht immer das zusätzliche Gewicht der Kunsthaare mit mir herumtragen zu müssen, auch wenn es mal eine tolle Erfahrung war, etwas ganz Neues auszuprobieren.



Ansonsten waren die letzen Wochen eigentlich vollgepackt mit Urlaubsplanung - die letzen Campingplätze und Hostels mussten gebucht werden, außerdem musste ich noch Dinge wie einen Wanderrucksack, einen Sonnenhut, lange Kleidung als Mückenschutz und alles Weitere für die Campingreise besorgen.

Ich bin schon sehr gespannt, was uns auf der Reise erwarten wird und hoffe sehr, dass uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung machen wird. Alles in allem freue ich mich jedoch unglaublich auf die bevorstehenden 5 Wochen im Norden Namibias, Botswanas und an den Victoriafällen.




Dienstag, 17. November 2015

Besuch in Rehoboth

Nicht einmal mehr zwei Wochen sind es nun, dann sind auch schon Sommerferien hier in Namibia. Die Zeit vergeht einfach rasend schnell, genau drei Monate lebe ich nun schon in Windhoek.

Um uns der namibischen Kultur ein wenig anzupassen und etwas neues auszuprobieren, haben ein paar meiner Mitfreiwilligen und ich uns typisch afrikanische Rastazöpfe flechten lassen. Insgesamt fast vier Stunden dauerte es, meine 167 Zöpfchen einzuflechten, aber das Ergebnis hat sich auf jeden Fall gelohnt. Überall werden wir auf unsere Haare angesprochen und immer wieder bekomme ich zu hören, dass ich nun aussehe wie eine echte Namibierin.

Eine kleine Änderung gab es für mich auch in der Schule - ich unterrichte nun nicht mehr in der sechsten, sondern seit mittlerweile fast drei Wochen in der vierten Klasse. Grund dafür war, dass meine Lehrerin meine Begleitung ziemlich ausgenutzt hat und letzen Endes den ganzen Tag im Lehrerzimmer oder bei befreundeten Kollegen verbrachte, sodass ich den gesamten Unterricht alleine halten musste und selbst Arbeiten und Tests komplett selbständig korrigiert habe. Grundsätzlich hat es zwar ziemlich Spaß gemacht, allerdings hat es mir ab und an Schwierigkeiten bereitet, da ich nicht wusste, welchen Stoff die Schüler noch vor den Prüfungen durchnehmen mussten und es schließlich auch unserem Mentor in der Schule nicht mehr gefiel, dass die ganze Abreit an mich bgedrückt wurde.

Nun bin ich also in der 4B und wieder eine sehr, sehr junge Lehrerin, mit der ich mich allerdings super verstehe. Sie würde die Kinder niemals schlagen und man spürt direkt das freundschaftliche und entspannte Verhältnis zwischen ihr und ihrer Klasse. Ich darf nun meine eigenen Ideen in den Unterricht mit einbringen und selbst entscheiden, welche Stunden ich übernehmen möchte. Auch bei den Fächern habe ich freie Auswahl, denn in der vierten Klasse ist es noch üblich, dass ein Lehrer alle Fächer bei derselben Klasse unterrichtet.

Eine kleine Hürde stellt die Sprache in meiner neuen Klasse dar, da die Viertklässler noch kein perfektes Englisch sprechen und somit die Mitschüler manchmal für die Schüler übersetzen müssen, welche mich nicht ganz verstehen. Alles in allem, klappt das jedoch ganz gut und da meine Lehrerin nun für eine Woche frei hatte, da sie selbst noch ihre Lehrerexamen schreiben musste, konnte ich mich schon super mit der Klasse anfreunden. Jeden Tag werde ich begeistert nach deutschen Übersetzungen gefragt und wenn ich morgens das Klassenzimmer betrete werde ich mit Sätzen wie 'Guten Morning. How geht es dir?' begrüßt.

Nun stehen aber gerade die Examen an und danach ist erstmal fleißig korrigieren angesagt, bis dann am 27. November auch schon die Ferien beginnen. Zehn Tage werden wir dann noch in Windhoek verbringen, um uns ein wenig zu erholen und die letzten Reisevorbereitungen zu treffen, bevor es dann am 8. Dezember auf große Nordenrundreise geht.

Bereits zweimal diesen Monat waren wir zu Besuch bei unseren Mitfreiwilligen in Rehoboth und ich muss sagen, ich habe mich total in die eher ländlich wirkende Stadt, welche eine Stunde südlich von Windhoek liegt, verliebt.

Nicht nur, dass Rehoboth inmitten von Bergen und Natur liegt, beim Blick auf das Städtchen hat man fast den Eindruck auf einen Wald, anstatt auf eine Stadt zu schauen, da es einfach unglaublich grün dort ist. Außerdem kommt es nicht selten vor, dass einem mitten in der Stadt eine Kuh- oder Pferdeherde entgegen kommt, da die Farmer hier ihre Tiere einfach frei herum laufen lassen.


In nicht einmal zwanzig Minuten erreicht man von der WG unserer Mitfreiwilligen aus einen kleinen Berg, wovon man einen wunderbaren Blick auf die ganze Stadt hat. Die gesamte Landschaft um Rehoboth ist in etwas so, wie man sich die afrikanische Natur vorstellt: trocken, steinig und dürr, aber trotzdem einfach wunderschön.

Natürlich wollten wir uns auch in Rehoboth mal wieder den Sonnenuntergang vom Berg aus anschauen. Obwohl wir uns langsam daran gewöhnen sollten, ist es dennoch jedes Mal wieder auf's Neue einfach atemberaubend schön, wenn der Himmel anfängt sich orange-rot zu färben und die Sonne dann innerhalb weniger Sekunden hinter'm Horizont verschwindet.



Circa 7 Kilometer von Rehoboth entfernt liegt der Oaranob-Stausee, in welchem man sogar schwimmen gehen kann. Daher entschlossen wir uns letztes Wochenende zu einem kleinen Ausflug, da in Windhoek momentan sogar die Schwimmbäder wegen Wassermangels geschlossen sind. Eineinhalb Stunden dauert der Fußmarsch entlang der Straße, bzw. eher der Schotterpiste, - eigentlich. Wir bekamen den Tipp, eine kleine Abkürzung zum Damm zu nehmen, welche uns zudem noch durch die Natur führen sollte, sodass wir nicht die ganze Strecke die Straße entlang laufen mussten.


Allerdings klappte das mit der Orientierung in der Natur dann doch nicht so gut, sodass wir uns plötzlich irgendwo im nirgendwo wiederfanden und praktisch kein Weg mehr in die richtige Richtung führte. Trotzdem gaben wir nicht auf, kämpften uns durch Sträucher, über Steine und stiegen Abhänge hinunter. Die Landschaft war einfach atemberaubend schön und wir genossen trotz sinkender Hoffnung, den Damm noch zu erreichen, die beinahe unberührte Natur. Schließlich stießen wir auf ein paar Hütten, in welchen eine Familie mit ihrer Ziegenherde lebte. Sie bestätigten uns, dass wir uns, trotz Umwegen, auf dem richtigen Weg befanden, also marschierten wir fleißig weiter.


Die mit aufsteigender Sonne immer stärker werdende Hitze machte uns zudem zu schaffen und bereitete uns allen wunderbar krebsrote Sonnenbrände. Die Freude war daher umso größer, als wir schließlich auf das von Bäumen umringten Flussbett stießen, welchem wir nun bis zum Damm folgen konnten.


Im Schatten war es dann auch gleich viel angenehmer, sodass die letzen zwei Stunden Fußmarsch fast wie im Fluge vergingen. Trotz Umwegen hat sich der Ausflug in die Natur aber auf jeden Fall gelohnt und wir haben die Zeit inmitten der Natur sehr genossen. Nach fast vier Stunden erreichten wir dann schließlich auch den Damm und stürzten uns natürlich gleich ins kühle Wasser.


Der Damm liegt inmitten von einer bergigen Landschaft und von einem etwas höher angelegten Pool kann man die wunderbare Aussicht auf das Wasser und die angrenzende Landschaft geniesen.




Außerdem gibt es in Rehoboth sogar zwei Zebraherden und eine Giraffe, welche in der Nähe des Damms leben. Leider hatten wir bei unserem Besuch nicht so viel Glück und konnten sie leider nirgends entdecken, dafür stießen wir auf unserem Rückweg nach Hause noch auf ein paar Straußen.



Aber es wird sicher nicht unser letzes Mal dort gewesen sein und ich bin mir sicher, dass ich während meiner verbleibenden 8 Monate in Namibia bestimmt noch das ein oder andere Mal auf Zebras treffen werde.

Hier gibt's noch ein paar Fotos von unseren Rehoboth-Trips, die ich euch nicht vorenthalten möchte :)




















Sonntag, 18. Oktober 2015

Dies und Das aus Namibia

Jetzt habt ihr schon eine ganze Weile nichts mehr von mir gehört. Das liegt daran, dass im Moment einfach nicht mehr so viel aufregendes passiert. Wir haben uns an den Alltag in der Schule und als WG gewöhnt und werden immer mehr zu echten 'Windhoekern'.

Dafür sind wir nun fleißig an unserer Urlaubsplanung. Ab Anfang Dezember werden wir für fünf Wochen in den Norden Namibias, an die Victoriafälle und nach Botswana reisen. Hierfür werden uns zwei Geländewägen mieten und dann geht es zu zehnt auf Tour. Hier seht ihr grob unsere geplante Reiseroute:



Aber bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit und solange werde ich meine Sechstklässer weiter auf die bevorstehenden Prüfungen Ende November vorbereiten. Inzwischen habe ich nämlich zwei 'eigene' Klassen in Mathe und Naturwissenschaften, für welche ich den Unterricht alleine vorbereite und halte. Es macht wirklich super viel Spaß den Unterricht selbst gestalten zu können, auf der anderen Seite ist es aber auch herausfordernd, da ich nun weiß, dass die Leistung der Schüler bei den Prüfungen von meiner Vorbereitung abhängt.

 Letzte Woche hatten wir eine tolle Aktion an unserer Schule. Eine deutsche, pensionierte Lehrerin welche nun in Namibia lebt hat Spenden bei Ihren Freunden und Bekannten in Deutschand gesammelt, um den Schülern der Havana Primary School, welche garkein oder nur noch ein total verdrecktes oder zerissenes Hemd zur Schule anhatten, ein komplett neues zu kaufen. Man konnte die Dankbarkeit der Schüler und Eltern, welche zahlreicher als am Elternabend erschienen, spüren. Zahlreiche Fotos wurden gemacht und einige Schülerinnen führten einen traditionellen Tanz auf.

Die Armut, welche in Havana herrscht bekommen wir immer mehr mit, je mehr wir unsere Schüler kennenlernen. Oft kommen Kinder mit blauen Augen oder aufgeplatzen Lippen zur Schule. Andere haben keine Schuhe mehr oder erzählen, dass sie zusammen mit ihren Geschwistern alleine zuhause wohnen, weil Mama und Papa arbeiten müssen. Auch wenn es in der namibischen Gesselschaft eigentlich ein Tabu ist, werden wohl dennoch auch ab und an Straßenhunde in Havana geschlachtet und gegessen, wenn es gerade gar nichts anderes mehr zu Essen gibt.

Simon Simon, Andreas Andreas, Jacob Jacob... Viele meiner Schüler haben denselben Vor- und Nachnamen. Auch wenn uns keiner so wirklich den Grund dafür erklären kann, kommt es hier ziemlich oft vor. Auffällig sind auch die vielen deutschen Namen, welche einem hier überall begegnen.

Der Wassermangel in Namibia spielt auch in unserem Alltag immer wieder eine Rolle. Da die letzten Regenzeiten in Namibia so gering ausfielen, reichen die Wasserreserven nur noch bis Mitte 2016. Daher wird immer mal wieder das Wasser tagsüber abgestellt, um die Menschen zum Sparen zu zwingen. Insgesamt viermal hatten wir nun schon von morgens um sieben bis abends um sieben kein fließendes Wasser zur Verfügung.

Und auch der Strom fällt öfter mal aus, sodass wir auch schon bei Kerzenschein gekocht und zu Abend gegessen haben. Das liegt allerdings daran, dass der Strom in Namibia per Prepaidkarte aufgeladen wird, sind die gekauften Kilowattstunden aufgebraucht, geht dann eben das Licht - und leider auch Kühlschrank und Gefrierfach - aus, bis jemand zur nächsten Station fährt um den Strom wieder aufzuladen.

Gestern Abend fuhren wir zur Heinetzburg. Diese befindet sich mitten in Windhoek auf einem Berg, sodass man einen wunderbaren Ausblick über die gesamte Stadt hat. Heute befindet sich in der Burg ein Hotel, sodass man leider nicht mehr viel besichtigen kann, für den Blick hat sich der Ausflug aber definitiv gelohnt.






Anschließend setzten wir uns zusammen in ein Café, um uns ein wenig zu stärken, bevor wir uns aufmachten, um wieder einmal den wunderschönen Sonnenuntergang zu geniessen. Sobald die Sonne den Horizont berührt, dauert es nur circa 30 Sekunden, bis sie komplett untergegangen ist, doch auch davor und danach färbt sich der Himmel wunderschön orangerot.










Übrigens ist der Mond hier 'falsch herum'. Im Gegensatz dazu, wie wir den Mond in Deutschland sehen, scheint er hier um 90 Grad gedreht zu sein.


Sehr viel mehr gibt es gerade dann eigentlich auch nicht mehr zu berichten. Jetzt werde ich erstmal noch meinen Unterricht für morgen vorbereiten und danach werden wir alle gemeinsam Abendessen, was für uns bereits zu einem schönen Ritual geworden ist: Einmal täglich wird zusammen gekocht und gegessen! :)

Montag, 21. September 2015

Von Geparden, Hippos und Giraffen

Heute möchte ich euch von meiner ersten Safaritour erzählen, ich bin immernoch total aufgeregt deswegen. Letzen Samstag war es endlich soweit, wir besuchten den Safaripark 'Duesternbrook', welcher circa 50km von Windhoek entfernt liegt. Wir wurden zuhause von einem Taxidienst abgeholt, die ersten 30 Kilometer ging es über Landstraßen, die letzen dann mehr oder weniger offroad über steinige Straßen und sogar durch Flüsse hindurch. Dabei hatten wir noch nicht einmal einen Geländewagen!

In Duesternbrook angekommen ging es dann direkt los zu einer eineinhalb stündigen Reittour. Auf 'Sundown', 'Filou', 'Sandwich' und einem Pferd mit afrikanischem Namen, den wir leider vergessen haben, ging es dann durch Flüsse und über steinige Wege.Gleich zu Beginn sahen wir sogar Antilopen und Warzenschweine, welche jedoch gleich flüchteten, als sie uns sahen. Anders ein Gnu, welches uns unterwegs begegnete und sich wohl nach Gesellschaft sehnte - es begleitete uns bestimmt fünf Minuten und trabte gemütlich neben uns her. In der zweiten Hälfte unseres Ritts gab es leider nicht mehr so viel zu sehen, dafür gab es einige Galoppstrecken, auf denen wir die Pferde einfach laufen lassen konnten.

Nach der Reittour hatten wir genug Zeit bis zur nächsten Tour, sodass wir uns auf einen Spaziergang zum Hippoteich aufmachten. Knapp 6 Kilometer liefen wir insgesamt zum Teich und zurück, fast zwei Stunden waren wir in der prallen Sonne unterwegs und dementsprechen durstig und geschafft kamen wir wieder zurück. Aber die Wanderung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir hatten wahnsinnig Glück, denn eigentlich verbringen die Nilpferde den ganzen Tag im Wasser, da die empfindliche Haut in der Mittagssonne sonst ziemlich schnell Sonnenbrand bekommen würde. Bei unserem Besuch am Teich lagen die Hippos jedoch alle in der Sonne und suhlten sich im Dreck.




Das absolute Highlight des Tages war für mich die 'Cat's Unlimited' Tour. Zuerst fuhren wir zu den beiden Gepardenmännchen, anschließend ging es zum Leoparden. Im Vergleich zu den Geparden war dieser ziemlich scheu, er näherte sich nur zögerlich und mit 'Sicherheitsabstand' unserem Auto, als er von unserem Guide gefüttert wurde, während die Geparden sogar an ihm hochsprangen und, wie man es normalerweise von Hunden kennt, jaulten und bettelten.



 Unser Tourführer erklärte uns, dass ein Gepard niemals einen Menschen töten wurde, solange er ihm nicht den Rücken zudreht, während man bei Leoparden schon ziemlich vorsichtig sein muss. Geparden sind die schnellsten Tiere der Welt und können bis zu 110 km/h schnell rennen, allerdings geht das nur deshalb, weil die Körper dieser Tiere so leicht und schmächtig sind, daher brauchen sie nach einem dreiminütigen Sprint auch erst einmal eine längere Pause. Der Körper des Leoparden hingegen war muskulös und kräftig, was ihn im Vergleich zu den Geparden auch zum besseren Raubtier macht. Bis zu 6 Meter kann ein 75 Kilogramm schweres Männchen auf seine Beute zuspringen.

Zum Abschluss eines sowieso schon aufregenden Tages, ging es dann abends nochmal auf eine zweistündige Safaritour. Dort konnten wir Warzenschweine und Affen beobachten, und entdeckten zwischen Baumkronen sogar einen langen Giraffenhals. Sofort drehte unser Guide um und sodass wir das Giraffenmännchen aus nächster Nähe beobachten konnten. Als wir uns dann gerade zur Weiterfahrt aufmachten, ließ sich plötzlich auch das Giraffenweibchen zusammen mit dem Jungen blicken.




Nun ging es weiter in eine eher steppenähnliche Landschaft. Unsere Hoffnung, eine Zebraherde zu sehen, wurde leider nicht erfüllt, dafür sahen wir jedoch Oryxe, Springböcke und Gazellen.

Zum Abschluss dieses wundervollen Tages durften wir dann auch noch einen atemberaubenden Sonnenuntergang beobachten.






Hier kommen noch weitere Fotos von meinem Tag im Nationalpark Duesternbrook :)